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So erhöhen Sie Ihre Reichweite

Praktisch jedes neue Elektroauto erreicht heute 300 Kilometer mit einer Akkuladung, die Tesla-Modelle der Serie S sogar bis zu 600 Kilometer. Wie viele Kilometer es pro Ladegang wirklich sind, ist aber nicht allein vom Akku abhängig. Mit dem richtigen Fahrstil und einigen technischen Kniffen holen Sie das Maximum aus Ihrem Akku raus. Hier kommen fünf Tipps für mehr Reichweite.

28. August 2018Artikel teilenDiesen Artikel teilenLesedauer: 4 MinutenAutor des Artikels: Theresa Aurbach
  • N-ERGIE - Blog - Reichweite erhöhen

1. Bleifuß bleibt Bleifuß

Grundsätzlich tickt ein Elektromotor anders als ein Benziner. Beim Thema Geschwindigkeit ändert sich aber nichts: Wer schnell fährt, spart Zeit, verbraucht aber auch mehr Kraftstoff – oder eben Strom – und verschenkt damit wertvolle Reichweite. Deshalb gilt für E-Autos: Mit moderatem Fahren unter 100 Stundenkilometern kommt man weiter.

Ein Elektromotor bringt außerdem noch ein paar Vorteile mit, die E-Auto-Fahrer für sich nutzen können: Hat das Auto eine Rekuperationsbremse, bringt ihr Einsatz beispielsweise Energie zurück und schenkt ein paar extra Kilometer Reichweite. Und die Frage des hochtourigen Fahrens – dem Kraftstofffresser bei Verbrennungsmotoren – stellt sich bei Stromern erst gar nicht. Ein Elektromotor braucht schlichtweg kein Übersetzungsgetriebe.

2. Augen auf bei Reifenwahl – und Reifendruck

Neben dem Fahrstil haben die Reifen einen entscheidenden Einfluss auf die Reichweite. Als Faustregel gilt generell: Bis zu 30 Prozent des Energieverbrauchs eines Fahrzeugs hängen von den Reifen ab. E-Auto-Reifen sind hier von Werk aus im Vorteil: Sie sind schmaler als normale Autoreifen und haben einen besonders geringen Rollwiderstand. Diese Faktoren sollten Sie auch beim Reifenwechsel und beim Kauf neuer Reifen beachten.

Außerdem ist der Reifendruck mindestens so entscheidend für die Reichweite wie die Reifenwahl. Ist der Druck zu niedrig, steigt der Rollwiderstand, da der Reifen mit mehr Fläche auf der Straße liegt. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, mindestens einmal im Monat den Druck zu überprüfen. Wichtig ist dabei, dass sich die Angabe in der Bedienungsanleitung meistens auf neue bzw. „kalte“ Reifen bezieht. Indem Sie etwa 0,2 bis 0,3 Bar obendrauf rechnen, haben Sie den optimalen Druck für Ihre Mobilität im Alltag.

3. Klimaanlage aus im Stadtverkehr

Die wohl größte Herausforderung für die Batterie ist: der Stadtverkehr. Stop-and-Go stellt ähnlich wie Stau eine echte Dauerbelastung in Sachen Verbrauch dar. Der alte Spruch aus der Fahrschule „Vorausschauend fahren!“ wird fürs sparsame E-Auto-Fahren wieder mehr als aktuell. Statt bei jeder Ampel im letzten Moment zu bremsen, lassen Sie den Wagen so gut es geht ausrollen. Vermeiden Sie auch lange Leerlaufphasen. Nutzen Sie die Start-Stopp-Automatik, die in der Regel in Ihrem Elektroauto verbaut ist.

Und wenn Sie schon dabei sind: Schalten Sie auch gleich die Klimaanlage aus. Diese kühlt laut Untersuchungen auf Fernstraßen ohnehin effizienter als bei den niedrigen Geschwindigkeiten innerhalb der Stadt. Also einfach mal Fenster auf und frische Luft reinlassen statt Kaltluft auf Knopfdruck.

4. Mit Vorbereitung mehr erreichen

Viele Städte, Gemeinden und überregionale Initiativen wie der Ladeverbund+ sorgen für ein immer dichteres Netz an öffentlichen Ladesäulen. Bei längeren Strecken bitte trotzdem nicht blauäugig losfahren, da das Netz aktuell noch nicht flächendeckend für Stromnachschub sorgt.

Unsere Tipps: Mit etwas Vorbereitung bei der Routenplanung befreien Sie den Kopf während der Autofahrt. Navigationssysteme liefern dabei sehr präzise Prognosen für die Strecke. Verbunden mit Apps wie der vom Ladeverbund+ können Sie eine sichere und kluge Route mit ausreichend Ladestationen erstellen. An Autobahnen finden Sie beispielsweise immer mehr Schnellladesäulen, mit denen Sie in wenigen Minuten verhältnismäßig viel Ladung erhalten. Egal wo Sie aufladen: Verbinden Sie Ihre Ladepause am besten mit einer kleinen Verschnaufpause, so haben sowohl Sie als auch Ihr E-Auto mehr davon.

5. Warmes Plätzchen für den Winter

Der Winter ist für den Akku eines Elektromotors die härteste Zeit. Sinkt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, sinkt auch die Akkuleistung erheblich. Unsere dringende Empfehlung lautet deshalb: Sorgen Sie für einen wetter- und vor allem winterfesten Stellplatz. Lassen Sie das Elektroauto beim Vorheizen noch an der Ladestation und verzichten Sie während der Fahrt auf alles, was unnötig Strom verbraucht. Dazu zählt die Innenbeleuchtung, aber auch Dinge wie die Sitz- oder Scheibenheizung. Frieren soll natürlich keiner, aber schon 1-2 Grad weniger sind für den Akku eine Entlastung. Sie selbst werden den Unterschied kaum bemerken – außer natürlich bei der Reichweite.

Akku-Entwicklung geht vorwärts

Dass mehr Reichweite nicht immer zwingend einen noch größeren Akku bedeuten muss, zeigt der Technikfortschritt. Die Akkuleistung verbesserte sich in den letzten Jahren stetig. Bestes Beispiel? Der BMW i3. Seit seiner Markteinführung 2013 bekommt das Fahrzeug im Herbst 2018 bereits das zweite Upgrade. Auch wenn sich das E-Auto äußerlich optisch nicht wirklich verändert, tut sich im inneren des Fahrzeugs einiges: Das Upgrade betrifft nämlich hauptsächlich den Akku. Lag dessen Kapazität 2013 noch bei 22 Kilowattstunden, stieg sie 2016 schon auf 33 kWh und nun erneut auf 42 kWh. Macht ein Plus von rund 30 Prozent innerhalb von zwei Jahren oder beinahe 50 Prozent innerhalb fünf.

Die Abmessungen des Akkus blieben dabei unverändert. Weiterentwickelte Batteriezellen von Samsung SDI machten dies möglich. Nun bieten die Zellen eine Kapazität von 120 Amperestunden. Der Akku des BMW i3 besteht weiterhin aus acht Module mit jeweils zwölf Zellen. Gleiche Akkugröße – mehr Reichweite!

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