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Das „E“ im Kennzeichen

Seit drei Jahren gibt es in Deutschland spezielle Kennzeichen für E-Autos. Sie sollen E-Mobilisten besondere Privilegien gewähren: Das reicht vom kostenlosen Parken bis zum Fahren auf der Busspur. Doch was das E-Kennzeichen im e-mobilen Alltag bringt, ist von Stadt zu Stadt verschieden.

5. Oktober 2018Artikel teilenDiesen Artikel teilenLesedauer: 2 MinutenAutor des Artikels: Susanne Mohr
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Sonderkennzeichen gibt es in Deutschland schon lange, zum Beispiel für Oldtimer oder landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die Einführung des E-Kennzeichens erfolgte im September 2015 auf Initiative des Bundesverkehrsministeriums und ist Teil eines Maßnahmenpakets, zu dem auch die Kfz-Steuerfreiheit für E-Autos sowie der Zubau von Schnellladesäulen zählen.

Erklärtes Ziel der Regierungsoffensive ist es, der Elektromobilität zu einer breiteren Akzeptanz verhelfen. Da E-Mobilisten aus Überzeugung auf so manchen Komfort verzichten – etwa, wenn es um Ladezeiten, Reichweiten und Anschaffungskosten geht – soll ihnen das E-Kennzeichen exklusive Vorteile einräumen.

Umsetzung liegt bei Städten und Kommunen

Geregelt sind diese Privilegien im Elektromobilitätsgesetz (EmoG). Zu ihnen gehören das teilweise kostenfreie Parken an öffentlichen Straßen und Wegen, das Nutzen von Busspuren sowie die Aufhebung von Durchfahrverboten und Zufahrtsbeschränkungen. Das klingt in der Theorie nach viel, verhält sich in der Praxis aber etwas komplizierter: Denn die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Städte und Kommunen, eine einheitliche Regelung gibt es nicht.

Hier steht eine Bildunterschrift. Es gilt: Kein Bild ohne Bildunterschrift, Credit und Alt-Text (BU ohne Schlusspunkt)

So dürfen E-Auto-Besitzer in Hamburg auf allen öffentlichen Parkplätzen im Stadtgebiet kostenlos parken. In Nürnberg und München ist dies nur beim Laden an Ladestationen möglich, das Nutzen von Busspuren ist nicht erlaubt. Damit stehen die beiden bayerischen Metropolen nicht alleine da: Fachleute warnen vor einer Beeinträchtigung des öffentlichen Nahverkehrs und auch der Deutsche Städtetag rät in seiner offiziellen Stellungnahme davon ab, Busspuren freizugeben.

Welche Fahrzeuge dürfen ein E-Kennzeichen tragen?

Knapp 64.000 E-Kennzeichen verzeichnet die aktuelle Statistik des Kraftfahrtbundesamtes. Zugeteilt werden sie – auch als Saison- und Wechselkennzeichen – für Autos, Wohnmobile, Lieferwagen, Motorräder, Trikes und Quads. Transporter erhalten das E-Kennzeichen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 4.250 kg.

Als E-Auto im Sinne des Gesetzes gelten reine Batteriefahrzeuge, Brennstoffzellen-Autos und Hybridfahrzeuge, die von außen aufladbar sind. Diese sogenannten Plug-in-Hybride müssen entweder einen CO2-Ausstoß von unter 50 Gramm pro Kilometer oder eine elektrische Reichweite von mindestens 40 Kilometern vorweisen. Die Regelung ist umstritten: Umweltverbände kritisieren die Förderung für großvolumige Hybridfahrzeuge, die im Verbrennermodus viel Treibstoff verbrauchen.

So kommen Sie zu Ihrem „E“ im Nummernschild

Wer sich für ein E-Kennzeichen entscheidet, erhält es bei der zuständigen Zulassungsstelle. Neben den Zulassungspapieren, einer gültige HU, Ihrem Personalausweis und Ihrem bisherigen Nummernschild benötigen Sie dazu das sogenannte COC-Papier. Dabei handelt es sich um den Nachweis, dass Ihr Fahrzeug die gesetzlichen Sicherheits- und Umweltbestimmungen erfüllt.

Die Verwaltungskosten liegen in der Regel unter 40 Euro, die Kennzeichen selbst müssen Sie allerdings, wie bei einem Diesel oder Benziner auch, auf eigene Rechnung besorgen. Erhältlich sind sie aus Alu oder Kunststoff – Umweltfreunde wählen vorzugsweise Letzteres. Für Wunschkennzeichen fallen zusätzliche Kosten an.

Wie sieht das E-Kennzeichen aus?

Auf dem E-Kennzeichen finden Sie alle üblichen Merkmale vor. Den Unterschied macht lediglich das angehängte „E“ rechts neben der Zahlenkombination. Dabei ist zu beachten, dass einzeilige Kennzeichen in Deutschland maximal acht Zeichen haben dürfen. Wenn Sie diese bereits auf Ihrem Standardschild genutzt haben, müssen Sie erst eine neue, kürzere Kennzeichenkombination beantragen.

Außerdem gut zu wissen: Auch mit E-Kennzeichen benötigen Sie zusätzlich eine Umweltplakette, um in Umweltzonen einfahren zu dürfen. Dazu wird das vollständige Kennzeichen, inklusive „E“ auf der Plakette vermerkt.

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Kategorie: E-Auto fahren
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